Kognitive Produktion

EmpowerDPP: Datenmanagement trifft digitalen Produktpass – Hilfestellung für Unternehmen

Projekt, um Unternehmen bei der Umsetzung der EU-Vorgaben für digitale Produktpässe (DPPs) zu unterstützen, die ab 2027 verpflichtend werden. Im Projekt stehen sowohl technische als auch organisatorische Handlungsfelder für das Datenmanagement der DPPs im Mittelpunkt. Auf dieser Basis werden auf den Kernanforderungen des DPPs aufbauend weitere Datenpunkte ergänzt, um neue Serviceangebote zu erarbeiten – insbesondere in der Produktionstechnik. Beteiligt sind die Fraunhofer ISST, Fraunhofer IML und Fraunhofer IWU.

Mit der Einführung des digitalen Produktpasses (DPP) ergeben sich neue Herausforderungen und Chancen für die Industrie. Zunächst stehen Unternehmen vor der Aufgabe, über 100 Datenpunkte entlang der Wertschöpfungskette konsistent zu erfassen und bereitzustellen, um die Regulierung einzuhalten. Dies erfordert unternehmensintern den Aufbau von technischem Know-how und organisatorischen Strukturen, aber auch eine Intensivierung der unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit. Einerseits ermöglicht der DPP Prozessverbesserungen, erweiterte Services und neue nachhaltige Geschäftsmodelle. Demgegenüber stehen oft fehlende finanzielle und personelle Kapazitäten zur Umsetzung im Unternehmen.

Die neue Verordnung »Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR)« führt den DPP schrittweise für verschiedene Produktgruppen ein. Unternehmen sind gefordert, Leistung, Sicherheit, Skalierbarkeit und Benutzerfreundlichkeit sicherzustellen. Hierfür ist ein robustes Datenmanagement erforderlich, das die Grundlagen für die Erstellung digitaler Produktpässe schafft.

Ziele und Nutzen des Projekts EmpowerDPP

Im Projekt EmpowerDPP arbeiten erstmals drei Fraunhofer Cluster of Excellence zusammen, um zwei zentrale Ziele zu verfolgen: die Entwicklung technischer und organisatorischer Konzepte zur Umsetzung des DPP sowie die Entwicklung von Serviceangeboten in der Produktionstechnik. Ein strukturiertes Datenmanagement mit klar definierten technischen Prozessen für die Datenbereitstellung, -orchestrierung und -validierung ermöglicht eine transparentere Wertschöpfungskette. Dies führt zu effizienteren Prozessen, reduzierten Fehlerquoten und geringerem Ressourcenverbrauch.

Auf Grundlage des DPPs entstehen neue datenbasierte Services, die Mehrwerte für die gesamte Wertschöpfungskette vom Zulieferer bis hin zum Recycler bieten. Insbesondere schafft der DPP die Brücke, um Materialien und Produkte im Kreislauf zu halten und weitere Lebenszyklen zu ermöglichen. Im Projekt EmpowerDPP wird ein strukturierter Fahrplan zur Umsetzung des Digitalen Produktpasses (DPP) erarbeitet. Ziel ist es, Transparenz über Datenflüsse und Zuständigkeiten zu schaffen sowie neue Erlöspotenziale für Unternehmen aufzuzeigen. Dabei wird das Know-how von drei Fraunhofer-Instituten gebündelt.

Für Rückfragen und Anmerkungen steht Ihnen Mohaned Alaluss gerne via LinkedIn oder unter folgender Mailadresse zur Verfügung: mohaned.khaled.alaluss@iwu.fraunhofer.de.


Headerbild: © Fraunhofer IWU
Autor: Mohaned Alaluss

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Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Abteilung "Umformmaschinen"

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Reichenhainer Str. 88
09126 Chemnitz

Telefon: +49 371 5397-1490
E-Mail: mohaned.khaled.alaluss@iwu.fraunhofer.de

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