Das Programm
An zwei aufregenden Tagen besuchten wir als Fraunhofer IWU mit der Firma Industrielle Steuerungstechnik GmbH (ISG) fünf Unternehmen, um die Methode der virtuellen Inbetriebnahme, die notwendigen Voraussetzungen und Einsatzbereiche vorzustellen. Dabei bot die Roadshow den teilnehmenden Firmen die Möglichkeit, sich aus erster Hand über die Vorteile und Funktionsweise der VIBN zu informieren. Gleichzeitig konnten sie direkt mögliche Einsatzbereiche mit uns diskutieren.
Das VIBN-Tool und TwinStore
Im Mittelpunkt der Roadshow stand die Präsentation des VIBN-Tools ISG Virtuos, dessen Einsatz bei der Inbetriebnahme von Maschinen bzw. Automatisierungslösungen und die Anwendung in der Forschung. Das Tool ermöglicht es Unternehmen, virtuelle Modelle ihrer Produktionsanlagen zu erstellen, zu optimieren und für den Steuerungstest zu nutzen, noch bevor sie physisch aufgebaut werden. Nicht nur im Kontext der aktuell sehr langen Lieferzeiten ist das ein relevanter Punkt. In diesem Blogbeitrag lesen Sie, wie unsere Kollegen die Software nutzten, als die Chipkrise ein Weiterarbeiten an der Inbetriebnahme neuer Forschungsroboter erschwerte.
Ein weiteres Highlight der Roadshow war die Vorstellung des TwinStore. Dies ist eine Art Bibliothek, in welcher die digitalen Zwillinge einzelner Maschinen- und Anlagenkomponenten von den Komponentenhersteller abgelegt werden. Soll ein eigener digitaler Anlagenzwilling erstellt werden, kann auf den TwinStore zugegriffen und die digitalen Komponenten per Drag-and-drop eingefügt werden. So wird Modellierungsaufwand und Zeit gespart – der Digitale Zwilling wird durchgängig.
Forschungsthemen und Machbarkeitsanalyse
Neben Virtuos und TwinStore lag während der Roadshow auch ein Fokus auf aktuellen Forschungsthemen im Bereich der VIBN. Neben der Mitarbeitendenschulung und der Produktionsplanung präsentierte Christer Schenke eine Methode zur Machbarkeitsanalyse. Diese Analyse ermöglicht es schon in der Konzeptionsphase virtuelle Modelle für Automatisierungslösungen schnell und effizient zu erstellen. Damit gelingt eine detaillierte Informationsgrundlage für eine Investitionsentscheidung. So können kostspielige Fehler und Verzögerungen im Entwicklungsprozess vermieden werden. Weitere Aspekte der Analyse können Sie in unserem dazugehörigem Blogartikel lesen.
Positive Resonanz und Angebot von Umsetzungsprojekten
Insgesamt erwies sich die Roadshow als großer Erfolg. Die vorgestellten Technologien und Forschungsthemen stießen bei den teilnehmenden Unternehmen auf großes Interesse. Die Möglichkeit, virtuelle Modelle in den verschiedenen Phasen des Anlagen-Entwicklungsprozesses zu erstellen, wurde als äußerst vielversprechend wahrgenommen. Im Anschluss an die Roadshow wurde den Firmen ein Proof of Concept zum Test der Methoden deren Anlagen angeboten. So kann die VIBN intensiver kennengelernt und in die Entwicklungsprozesse der Unternehmen integriert werden.
Wir stehen bereit
Profitieren auch Sie von kürzeren Inbetriebnahmezeiten und ausgereifteren Maschinensystemen. Sie haben die Roadshow verpasst, aber ihr Interesse ist geweckt? Gern stellen wir auch Ihnen die Vorteile und Lösungen der virtuellen Inbetriebnahme vor und unterstützen Ihr Unternehmen bei der Implementierung.
Unternehmen, die VIBN nutzen, können Zeit, Kosten und Ressourcen sparen. Nutzen Sie die Gelegenheit, kommen Sie auf uns zu und führen Sie gemeinsam mit uns Ihr Unternehmen in die Zukunft der kognitiven Produktion. Für An- und Rückfragen stehen Ihnen Arvid Hellmich und Christer Schenke gerne unter den folgenden Mailadressen zur Verfügung: Arvid.Hellmich@iwu.fraunhofer.de und Christer-Clifford.Schenke@iwu.fraunhofer.de
Headerbild: © Industrielle Steuerungstechnik GmbH